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André Schmincke André Schmincke

How our Wikipedia entry could look like

We’ve been thinking: how would SHALOM.BERLIN sound if someone looked at it from the outside, through the sober, neutral lens of an encyclopedia?
No tone, no wink, no edge — just facts.

Wir haben uns gefragt: Wie würde SHALOM.BERLIN wohl klingen, wenn jemand von außen darauf blickt – durch die nüchterne, sachliche Linse einer Enzyklopädie?
Ohne Zwinkern, ohne Haltung, einfach nur Fakten.
So könnte das aussehen:

Infobox Unternehmen
Name = SHALOM.BERLIN
Unternehmensform = Einzelunternehmen
Gründungsdatum = 2025
Sitz = Berlin
Branche = Mode / Streetwear
Website = https://www.shalom.berlin

''SHALOM.BERLIN'' ist eine Berliner Modemarke, die 2025 ins Leben gerufen wurde und deren Gestaltungsprinzip auf deutschen Wörtern jüdischen Ursprungs basiert. {Internetquelle https://www.shalom.berlin/about
Die Wortmotive werden jeweils um knappe, ironische oder lakonische Zusätze in englischer Sprache ergänzt, teils mit direktem Bezug zu Berlin. Charakteristisch ist die typografische Trennung: Die Hauptbegriffe erscheinen in einer pseudo-hebräisierten Schrift, während die Ergänzungen in einem modernen, zeitlosen Font gesetzt sind. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über den Online-Shop der Marke. {Internetquelle https://www.shalom.berlin/shop

Konzept
Das Konzept von SHALOM.BERLIN besteht darin, die Selbstverständlichkeit jüdischer Einflüsse in der deutschen Sprache sichtbar zu machen.
Hierfür kombiniert die Marke alltagsbekannte Lehnwörter mit kurzen, kommentierenden Zusätzen.
Die Gestaltung ist bewusst reduziert: klare Typografie, prägnante Formulierungen und eine kontrastierende Schriftwahl – pseudo-hebräisiert für den Hauptbegriff, modern-sachlich für die jeweilige Ergänzung.
Durch den Einsatz englischer Sprache werden auch internationale Interessenten angesprochen.

Im theoretischen Hintergrund bezieht sich SHALOM.BERLIN ausdrücklich auf die wissenschaftliche Literatur zur jiddischen Wortgeschichte, wie sie etwa von Hans Peter Althaus oder anderen Linguisten beschrieben wurde. Diese Arbeiten thematisieren den Einfluss jiddischer Lehnwörter auf die deutsche Alltagssprache und bilden einen sprachgeschichtlichen Bezugspunkt für das Markenprinzip.

Produkte
Zum Sortiment zählen T-Shirts, ein Sweatshirt, Caps und eine Bomberjacke.
Zentrales Motiv und zugleich Ausdruck der Markenphilosophie ist die Dualität zwischen den Shirts „don’t be a SCHMOCK“ und „be a MENSCH“, ergänzt durch passende Caps mit den Stickereien „no SCHMOCK“ und „be a MENSCH“.
Darüber hinaus umfasst das Sortiment Shirts mit Begriffen wie ''Massel'', ''Schlamassel'', ''Meschugge'', ''Gauner'', ''Schickse'', ''Malocher'', ''Pleite'' oder ''Bubbele'', jeweils mit kurzen, humorvollen bzw. lakonischen Ergänzungen.
Die gesamte Produktpalette wird auf der Website der Marke vorgestellt und über den Shop vertrieben.

Gestaltung und Stil
Die visuelle Sprache von SHALOM.BERLIN ist minimalistisch und typografisch fokussiert.
Die Kombination aus pseudo-hebräisierter Darstellung der Hauptbegriffe und nüchterner, zeitloser Zweitschrift für die englischsprachigen Zusätze bildet das zentrale Gestaltungselement.

Kampagne
Unter dem Titel „Legends wearing shirts they never asked for“ präsentiert SHALOM.BERLIN eine Reihe von KI-generierten Motiven, auf denen historische oder ikonische Figuren die Kleidungsstücke der Marke tragen.
Die Kampagne ist auf der Website abrufbar. {Internetquelle https://www.shalom.berlin/legends-with-good-taste
Sie spielt mit der Idee, dass Sprache, Humor und Haltung kulturelle und zeitliche Grenzen überschreiten.

Kommunikation
SHALOM.BERLIN kommuniziert primär über die eigene Website sowie über soziale Medien, insbesondere [https://www.instagram.com/shalom.berlin/
Dort werden neue Produkte, Kampagnen und Bildserien vorgestellt.
In Berlin-Mitte bewerben zudem Einzelhändler das Produktsortiment der Marke mit Plakaten.

Weblinks

SORTIERUNG:Shalom.Berlin
Kategorie:Modemarke
Kategorie:Streetwear
Kategorie:Modeunternehmen (Berlin
Kategorie:Deutsche Sprache – Lehnwörter

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André Schmincke André Schmincke

Visibility in Berlin-Mitte: Why we’re grateful for shop windows (and why we actually owe you thanks)

Berlin-Mitte is like a permanent runway: tourists, startups, street art, flat whites. In between, we sneak in with a poster — hoping someone stops for a second.

Right now, our posters are up at two very different, very special spots:

  • Polly Paper, Gipsstraße 23b, Berlin-Mitte — a shop for eco-friendly stationery, founded in 2012, with a focus on recycled paper, notebooks, and sustainable papergoods.

  • Augenoptik Berlin-Mitte, Chausseestraße 17, Berlin — glasses, contacts, sunglasses, right in the middle of the city’s flow, with a clear view of the street (and of our poster).

Why do we (almost) silently celebrate this?

Between everyday life and stage
Mitte’s streets are in constant motion. A poster here isn’t shouting into the void — it’s placing yourself in the city’s rhythm. It’s an invitation to pause, look, and maybe realize: SHALOM.BERLIN isn’t just online, it’s real.

The power of local allies
These posters don’t hang in anonymous ad frames. They live in real windows, curated by real people — shop owners who make decisions, talk to customers, clean glass, pay bills. Without Polly Paper or Augenoptik Berlin-Mitte, this visibility wouldn’t exist.

A quiet message
If someone passes by and thinks: “What’s that?” — we’ve already won half the game. A poster in a trusted place (Polly Paper for sustainability, Augenoptik for clarity) borrows some of that trust for itself.

Berlin-Mitte is loud, we’re a whisper
In a district overflowing with streetwear, pop-ups, and graffiti, sometimes a whisper works best. A poster that doesn’t scream, but smirks. We’re not here to blast noise. We just want to be seen as part of the city’s texture.

Thanks to Polly × Christoph

So here’s a real thank you to Polly and to Christoph. Not only for giving us space — but for believing in small projects. Sharing your window space with us means you help decide what becomes visible in this city. You’re part of the network that makes “visibility” more than just a buzzword.

And if someday, walking down Gipsstraße or Chausseestraße, someone points at that SHALOM.BERLIN poster or pauses for a second — then we’ll know: this isn’t just marketing. This is community.

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